
Frieden beginnt dort, wo Menschen einander begegnen, zuhören und miteinander unterwegs sind. Deshalb lädt der interreligiöse Arbeitskreis „Friedensweg der Religionen“ am Weltfriedenstag der Vereinten Nationen zu einem gemeinsamen Friedensweg durch Erlangen ein.
Start ist am 21. September um 17:30 Uhr an drei Orten:
- Jakob-Herz-Denkmal,
- Schlossplatz und
- Rathausplatz.
Alle Wege führen zum Hugenottenplatz, wo eine Kundgebung mit Musik, Gesängen und Friedensgebeten stattfindet. Vertreterinnen und Vertreter aus sieben Religionsgemeinschaften setzen gemeinsam ein sichtbares Zeichen für Frieden und Verständigung.
Landesbischof Kopp zum Tag der Demokratie
Freiheit braucht Verantwortung und Räume der Begegnung
Zum Internationalen Tag der Demokratie am Dienstag, 15. September 2026, ruft Christian Kopp, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB), dazu auf, den Blick nicht nur auf die Gefährdungen der Demokratie zu richten, sondern auch auf das, was sie stark macht: Menschen, die Verantwortung übernehmen, sich einbringen, zuhören und das gesellschaftliche Miteinander gestalten. „Demokratie lebt vom Mitmachen und Zuhören. Sie lebt davon, dass alle eine Stimme haben und gehört werden. Und sie lebt von Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – in politischen Ämtern genauso wie im Alltag, in der Familie, in der Nachbarschaft, im Verein und in der Kirche“, sagt Kopp. Angesichts eines wachsenden Vertrauensverlusts in demokratische Institutionen und zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung sei es wichtig, auch die Geschichten gelingenden Miteinanders zu erzählen. „Demokratie ist oft mühsam. Sie verlangt Gespräche, Kompromisse und die Bereitschaft, andere Positionen auszuhalten. Nicht jeder kann alles bekommen, damit alle etwas bekommen. Genau darin liegt ihre Stärke: Es geht nur gemeinsam“, so der Landesbischof.
Ab sofort ist das Dekanatsbüro unter neuen Telefonnummern erreichbar.
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Café-Rad wird weiterentwickelt
Großgründlach, 22.Juli 2026 – Die Kirchengemeinde Großgründlach baut ihr erfolgreiches Nachbarschaftsprojekt Café-Rad weiter aus. Das mobile Begegnungsangebot, das 2024 als Initiative aus einer Kirchenvorstandsklausur heraus gestartet wurde, hat sich bereits in seiner Übergangsphase als wertvoller Treffpunkt etabliert.
Nun plant das Projektteam die Anschaffung einer professionellen Rad-Kutsche, um das Angebot nachhaltig zu sichern und auszubauen. Ermöglicht wurde sowohl der Start als auch die Weiterentwicklung des Café-Rads durch die großzügige Unterstützung mehrerer Förderpartner: des Diakonie-Vereins, der Kerscher-Stiftung, der Manfred-Roth-Stiftung sowie der Bayern.Evangelisch Stiftung. Ihre Förderung zeigt bereits konkrete Wirkung im Alltag der Dorfgemeinschaft.
Bei heißen Temperaturen lud der Chor „Schall + Frau“, der Frauenchor im evang.-luth. Dekanat Erlangen am 2. Juli zu seinem ersten Konzert ins "Esscafé Valley" ein.
Unter der Leitung von Musikerin und Diakonin Sandra Schwarz trifft sich seit einem Jahr eine Gruppe junger Frauen wöchentlich zur Probe. Das Besondere: Die Probe findet zur Mittagszeit statt und herumwuselnde Kinder sind in den Reihen der Sängerinnen herzlich willkommen. Durch dieses offene Format ist es gerade Müttern, aber auch im Schichtdienst tätigen Frauen möglich, unkompliziert regelmäßig an den Proben teilzunehmen. Und das Konzept geht auf: Entstanden ist eine wunderbar klingende, vielfältige Gemeinschaft aus rund 40 stimmkräftigen Frauen. Nach kleineren Auftritten bei Taufen und Veranstaltungen des Dekanats lud der Chor nun zum ersten eigenen Konzert ein und begeisterte das mehr als zahlreich erschienene Publikum. Das Songrepertoire reicht dabei von den Red Hot Chili Peppers über Miley Cyrus bis hin zu Segensliedern.
Zentral für das Konzert war das Thema Stärke, Sichtbarkeit und Diversität von Frauen. Dies schlug sich nicht nur in der Auswahl der Lieder nieder, sondern auch darin, dass die Hälfte des Spendenerlöses an die Präventionsarbeit des Frauennotrufs Erlangen gespendet wurde. Leider muss sich „Schall + Frau“ Ende Juli von seiner Pianistin verabschieden, die nach Kanada zurückkehren wird – und ist deshalb ab sofort auf der Suche nach einer neuen Pianistin!
Weitere Infos und Kontakt über Diakonin Sandra Schwarz.
Erschreckend aktuelle Gewaltzahlen
In Erlangen haben die evangelisch - lutherischen Kirchengemeinden und ihre Mitglieder im Frühjahr mehr als 7.000 Euro für diakonische Hilfen gegen häusliche Gewalt gesammelt. Knapp die Hälfte davon fließt direkt in die lokalen Hilfe- und Präventionsstellen der Diakonie Erlangen sowie des Diakonischen Zentrums in Erlangen-Büchenbach. Dort wird unter anderem von Gewalt betroffenen Frauen und Kindern in akuter Not finanziell und beratend geholfen. Familien in Konfliktlagen, die zu eskalieren drohen, werden pädagogisch begleitet. Auch diakonische Frauenhäuser und Interventionsprojekte in ganz Bayern werden mit den Erlanger Spenden unterstützt. Denn das Thema ist aktueller denn je.
Über 16 Prozent aller Frauen in Deutschland sind von körperlicher Gewalt betroffen – und zwar aus allen gesellschaftlichen Milieus. Psychische Gewalt in einer Partnerschaft erfährt sogar jede zweite Frau (48,7 %) im Laufe ihres Lebens. Bei den Männern sind es ebenfalls 40 Prozent. Dabei ist davon auszugehen, dass diese Zahlen sogar noch deutlich höher liegen: Erst im Februar dieses Jahres hatte das Bundesfamilienministerium mit der deutschlandweiten Dunkelfeldstudie „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag“ (LeSuBiA) öffentlich sichtbar gemacht, dass nach wie vor 95 % der Gewaltfälle in (Ex-) Partnerschaften im Dunkeln, das heißt ohne Anzeige, bleiben.
Die Diakonie Bayern hatte deshalb in ihrer jährlichen Frühjahrssammlung Spender*innen aufgerufen, sich für die Opfer und entsprechende Hilfeangebote in der Region zu engagieren. Denn nach wie vor ist die Hilfelandschaft für Gewaltbetroffene auch in Bayern strukturell unterfinanziert – trotz des stetig wachsenden, alarmierenden Bedarfs.
Der Erlanger Dekan Dr. Bernhard Petry sagt dazu: „Die Diakonie fungiert – wie überall in Bayern – als erste Hilfestelle für Menschen in Not. Sie lebt damit einen Auftrag, den wir als nächstenliebende Christinnen und Christen haben. Deshalb danke ich allen Spenderinnen und Spendern aus unseren Gemeinden im Dekanat Erlangen, die diese wichtige Arbeit zuletzt wieder finanziell und solidarisch unterstützt haben.“
Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Erlangen-Neustadt sucht spätestens ab dem 1.10.2026 eine/n
Pfarramtssekretär_in (m/w/d) unbefristet in Teilzeit mit 20 Wochenstunden.
Der Arbeitskontext
• Die Neustädter (Universitäts-)Kirche und Altstädter Kirche sind die zentralen, innerstädtischen Repräsentanten evangelisch-lutherischer Kirche in Erlangen. Seit 2023 befinden sie sich in einem immer weiter zusammenwachsenden Pfarreiverbund und bieten damit mittelfristig auch eine Perspektive fachlicher Spezialisierung in einem Sekretariat mit mehreren Personen.
• Sie arbeiten integrierend und koordinierend in einem Team mit den drei Pfarrer_innen der Pfarrei, dem Kirchenvorstand, der Kantorei, sowie nebenamtlich Mitarbeitenden in der Kirchenmusik, der Mesnerei, der Öffentlichkeitsarbeit und der Friedhofspflege in der Neustädter Gemeinde.
• Ihre Arbeit wird durch die Fachabteilungen der regionalen Kirchenverwaltung (Kirchengemeindeamt) unterstützt.
• Sie sind an drei Tagen in der Woche im Pfarrbüro in der Friedrichstr. 15 präsent, davon mindestens ein Nachmittag. Arbeiten im Homeoffice ist in begrenztem Umfang nach Absprache möglich.
Mit dem neuen „Haus des jüdischen Lebens“ soll die Jüdische Kultusgemeinde Erlangen in der Hindenburgstraße ihre erste eigene Synagoge bekommen. Das evangelische Dekane-Kollegium, Gerhild Rüger und Dr. Bernhard Petry, betont im Video mit dem prophetischen Bibelwort „Suchet der Stadt Bestes“, wie viel dieses Projekt für ein offenes Erlangen bedeutet. Es geht um Sichtbarkeit, Begegnung und darum, einen sicheren Raum für ein vielfältiges, lebendiges Gemeindeleben zu schaffen.
- Mehr Infos: https://jkgerlangen.de/neue-synagogue
- Direkt Spenden: https://betterplace.org/p167967
Gerhild Rüger und Dr. Bernhard Petry: „Suchet der Stadt Bestes“
Du entscheidest. Wir begleiten. - Landesbischof bietet jungen Leuten Beratung zum Wehrdienst an
Die ersten jungen Leute in Deutschland erhalten in diesen Tagen Post von der Bundeswehr. Darin werden sie gefragt, ob für sie ein Wehrdienst infrage kommt. Aus diesem Anlass schreibt auch der bayerische evangelische Landesbischof Christian Kopp 22.000 junge Erwachsene des Jahrgangs 2008 an. Er macht in seinem Schreiben darauf aufmerksam, dass es Beraterinnen und Berater der Kirche zu Fragen rund um Wehrdienst, Freiwilligendienst und Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen gibt, teilte die Landeskirche am Dienstag mit. Die über 40 Berater würden eine niedrigschwellige Kurzberatung anbieten. Bei konkreteren Fragen zur Realität in der Bundeswehr, zu den Jugendfreiwilligendiensten oder zur Wehrdienstverweigerung aus Gewissensgründen könnten sie die Hilfesuchenden an die Arbeitsstelle „kokon“ für konstruktive Konfliktbearbeitung in der Landeskirche in Nürnberg verweisen, informiert die Landeskirche.
Innere Stimme verstehen
Tausende junge Menschen würden gerade darüber nachdenken, wie sie sich in einer unruhigen Welt für Frieden, Freiheit und Menschlichkeit einsetzen könnten, schreibt der Bischof. Aus evangelischer Sicht sei die persönliche Gewissensentscheidung zentral. Kopp weist darauf hin, dass es unterschiedliche Wege gebe, Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen. Der Dienst in der Bundeswehr könne ein Beitrag zum Schutz der freiheitlich-demokratischen Staats- und Gesellschaftsordnung sein, sei aber in besonderer Weise mit Gewissensfragen verbunden. „Wir können Dir die Entscheidung nicht abnehmen“, heißt es in dem Schreiben, teilt die Landeskirche mit, „aber wir begleiten Dich gern dabei, Deine innere Stimme besser zu verstehen“.
Weiterführende Informationen und Beratungsangebot hier:
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